Chronik einer Woche - II

Erste Rückblende: der Abend zuvor
Ich beschloss schlafen zu gehen. Als ich mein Schlafzimmer betrat, war darin alles blau und flackerte. Ich zog das Rollo hoch und - tadaa: genau unter meinem Fenster spielte sich der Aufmarsch von vier Krankenwagen, drei Feuerwehren und mehreren Polizeiautos ab. Duzende Menschen rannten aufgeregt hin und her. Im Haus gegenüber waren die Nachbarn herausgekommen und wohnten dem Schauspiel bei. Aus meiner Position lies sich der Grund für das Spektakel nicht ermitteln. Also ging ich zurück an die Bar, verbrachte noch weitere zwei Stunden mit Marc-Uwe und dem Känguru und setzte mich jeweils eine halbe Stunde lang auf einen anderen der vier Barhocker. Dann war der Spuk vorbei, alles war wieder ruhig und auch ich konnte ruhen. 

Am Morgen lese ich eine Meldung über einen Feuerwehreinsatz in meiner Straße. Auf einer Terrasse des Nachbarhauses war ein Feuer ausgebrochen, hatte auf die dazugehörige Wohnung übergegriffen und über ihr liegende Balkone in Mitleidenschaft gezogen. Zwei Kinder und ein Erwachsener mussten mit Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. 

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