Sand im Kopf

Das Schöne am Winter ist ja, dass er vorübergeht, wenn er erstmal angefangen hat. Ab 1. März kann man, wenn man will, schon vom Frühling sprechen. Anfühlen wird es sich noch nicht so, aber das macht nichts. Der Frühling beginnt im Kopf, auch wenn man eine Mütze auf hat. Apropos Kopf: Angeblich haben wir ja einen Skandal bei der Bundeswehr. Dabei ist das Gegenteil der Fall. Ursula von der Leyen hat sich einfach Rainer Eppelmann zum Vorbild genommen, der seinerzeit die Nationale Volksarmee der DDR abgewickelt hat. Das ist ihr hoch anzurechnen. Panzer zu Gießkannen, U-Boote zu Aquarien und Hubschrauber zu Windrädern. Ich bin dafür und „Alle Soldaten geh’n nach Haus“. Das wird schon noch. Man darf eben nur nicht immer gleich den Sand in den Kopf stecken.

Ich muss gleich noch ein Paket zur Post bringen, was ja nicht geht, weil es keine Post mehr gibt. Also werde ich das Paket zur nächsten Tankstelle bringen. Das wird schwierig, weil es sich um eine ziemlich große Kiste handelt, die hoffentlich noch gerade so auf meinen Gepäckträger passt. Allerdings kann ich dann nicht mehr aufsteigen. Ich muss also erst aufsitzen, dann den Nachbarn bitten, das Paket festzuzurren und in die Tankstelle muss ich hineinfahren. Bei dem Paket handelt es sich um die Rücksendung meines Kleiderabos. Ich kann die Sachen immer sieben Tage behalten. Wenn ich dann retourniere, brauche ich nichts zu bezahlen. Außerdem muss ich weniger waschen und bin immer schön angezogen. Man kann automatisch jede Woche eine neue Box bekommen. Mal sehen, wie lange sie das mitmachen.

Wenn der Horst Seehofer jetzt wirklich Super-Heimat-Bau-Innenminister wird, dann wird das eine ganz neue Erfahrung. Man sagt ja, dass er sehr heimatverbunden sei, wobei offen bleibt, ob das für den Rest der Republik nun gut oder schlecht ist. Er müsste ja dann seinen Dienstsitz in Berlin nehmen, was ihm bestimmt nicht gefällt. Vielleicht hat er mit Frau Merkel schon Home-Office-Tage vereinbart, an denen er sein Heimatministerium von Ingolstadt aus leitet. Es ist nicht gänzlich unwahrscheinlich, dass unter Seehofer das ganze Ministerium der Einfachheit halber in Home-Office umbenannt wird. Unsereiner kann da jetzt nicht mehr viel machen. Weder dafür, noch dagegen. Letztlich bleibt alles am Kevin hängen, der jetzt wie ein Berserker versucht zu retten, was noch zu retten ist. Er wird am Ende vielleicht der Letzte sein, der noch keinen Sand im Kopf hat.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Die Schildbürger

Rockstar

Nur eins ist geblieben