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In den Gärten des Glücks

Während die Oktobersonne ihre Strahlen noch einmal wie ein Friedensangebot über die Erde streichen lässt, liege ich flach auf dem Rücken und töte Bakterien. Dazu verschlinge ich alle acht Stunden eine riesige Penicillin-Tablette. Dann warte ich. Es ist eine schöne Beschäftigung, die ich aber zehn Tage lang durchhalten muss, um alle Bakterien auszumerzen. An mir soll es nicht liegen, ich könnte auch noch ein paar Tage dranhängen. Natürlich wäre es mir lieber, wenn dazu draußen ein Wetter-Chaos tobte, in das man keinen Hund schicken würde, wenn es bereits Stein und Bein dort draußen fröre. Aber das tut es nicht. Es ist lau und mild. Die vermaledeiten Bakterien hatten sich in meinem Hals festgesetzt und Gott weiß, was sie noch alles befallen wollten. Daraus wird nun nichts. Was haben die Menschen vor dem Penicillin gemacht? Musste es das Fieber allein schaffen? Konnte es das? Ungefähr zur gleichen Zeit brach mein Backenzahn, der mir schon lange Beschwerden verursachte. So ein Backenzahn …